Ich gebe es zu: Es ist nicht wirklich ein Thema für die Öffentlichkeit, aber seien wir doch mal ehrlich; wer hatte nicht schon die eine odere andere Super Eingebung auf dem Klo? Vielleicht, weil die Welt draussen bleibt und wir mit uns und unserer Verdauung ganz alleine sind? Auf dem Klo werden alle zum Buddhisten, absolut im Hier und jetzt!
Da kommen dann einem Öko Klein Freak (schon ein bisschen Öko aber nicht ganz so dolle), einige komische Ideen:

Kicher!
Zum Beispiel unser Klopapier: Warum in aller Welt brauchen wir Super Duper Extra Soft Touch, liebevoll mit Chlor gebleicht und bunt mit Theddys und Schneemännern oder Blümchen bedrucktes WC Papier? Um uns den Hintern damit zu wischen! Hey, für unseren Hintern stirbt ein Baum!!!
Schauen wir mal nach bei Wikipedia:
Das zumeist auf Papphülsen aufgewickelte Toilettenpapier kann aus bis zu fünf Papierlagen bestehen. Zum leichteren Abreißen der benötigten Papiermenge sind Perforationen auf Kleinrollen üblich. Mit Texten, gefärbtes, oder mit Bildern bedrucktes Toilettenpapier findet oft als Scherzartikel oder Werbeartikel Verwendung. Es gibt feuchtes Papier sowie antibakterielles oder parfümiertes Papier.
Holz für die Zellstoffherstellung wird vor allem aus Kiefern, Fichten, Birken und zu geringen Teilen aus Eukalyptus-Bäumen gewonnen. Da Lignin und andere Pflanzenstoffe nicht vollständig durch den Kochprozess bei der Zelluloseherstellung entfernt werden können, bleibt der Zellstoff dunkel gefärbt. Für Hygieneprodukte werden die Zellulosefasern weiter aufbereitet und die noch verbliebenen Ligninreste, ähnlich dem Prozess für Papier, in einem Bleichprozess entfernt. Das hat den Vorteil, dass der Zellstoff nicht nur entfärbt, sondern auch saugfähiger und weicher wird, denn Lignin ist wasserabweisend.
Weltweite Zellstoffproduktion von 1990–2005 nach Bleichmethode: Chlor (grün, unten), Elementar-Chlor-Frei (blau, mitte), mit Chlordioxid oder Chlorit und Total-Chlor-Frei (grau, oben) mit Ozon oder Wasserstoffperoxid gebleicht.
Bei dem früher zum Bleichen verwendete elementaren Chlor bildeten sich chlorierte Abfallprodukte, die negative Einwirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Unter diesen Abfallstoffen besonders problematisch sind die hochtoxischen Dioxine.[1] Als Oxidationsmittel dienen heute stattdessen Chlordioxid, Wasserstoffperoxid oder Ozon. Abhängig vom Oxidationsmittel unterscheidet man zwischen ECF-gebleichten (Elementar-Chlor-Frei), z. B. Bleiche mit Hypochlorit oder Chlordioxid, in denen immer noch chlorhaltige Substanzen für die bleichende Wirkung verantwortlich sind und TCF-gebleichten (Total-Chlor-Frei) Zellstoff, z. B. mit Sauerstoff, Wasserstoffperoxid oder Ozon.
Wenn wir dann allerdings dieses (in der Tabelle grün dargestellt, damit es Umweltfreundlich aussieht) Chlordings nachlesen:
Chlordioxid ist eine chemische Verbindung aus Chlor und Sauerstoff mit der Summenformel ClO2. Die Schreibweise OClO wird anstatt ClO2 verwendet, wenn von der kurzlebigen Verbindung mit gleicher Summenformel Chlorperoxid, ClOO, unterschieden werden soll. Unter der E-Nummer E926 war es in Deutschland bis 1957 als Lebensmittelzusatzstoff zum Bleichen von Mehl zugelassen.
Bei Raumtemperatur ist Chlordioxid ein bernsteinfarbenes giftiges Gas mit stechendem, chlorähnlichem Geruch. Gemische von Chlordioxid mit Luft können ab einem Anteil von über zehn Volumenprozent explodieren. Es wird daher meist in wässrigen Lösungen verwendet, die nicht explosiv sind. Chlordioxid ist ein reaktives Radikal, das in der Regel als Oxidationsmittel reagiert.
Die Anwendungen von Chlordioxid beruhen auf seiner oxidativen Wirkung. Es wird oft anstelle von Chlor verwendet, da es weniger giftige oder gesundheitsschädliche chlorierte Kohlenwasserstoffe bei der Reaktion mit organischen Substanzen bildet. ( aha, und als was bezeichnet man den das, was wir ins WC fallen lassen?) Als Bleichmittel der ECF (Elementar-Chlor-Freien) Bleiche von Zellstoff, so zum Beispiel Papier, hat es elementares Chlor fast vollständig ersetzt. Weiterhin wird es in der Trinkwasseraufbereitung zur Desinfektion statt Chlor eingesetzt.
Der Nachweis von Chlordioxid in der Erdatmosphäre der Antarktis im Jahr 1986 trug zur Entdeckung der Ursachen des Ozonlochs bei. Es ist eines der Chloroxide, die sich dort in der Stratosphäre aus den früher häufig als Treibgas oder Kältemittel verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) bilden und an der Zerstörung der Ozonschicht beteiligt sind.
Na Super! Nur weil ich mein Popo mit Super weichem Papier kuscheln möchte, braucht es eine ganze Menge an Dingen, die ich eigentlich nicht an meinen Hintern, geschweige denn an meine Haut lassen möchte und meine Verdauung ist am Ozonloch schuld!
Wer hindert mich daran Recycling Papier zu gebrauchen? Beachte ich damit meinen Hintern zu wenig? Verweigert er mir dann seinen Dienst? Ich benutze diese “Ökopapier” schon seit einigen Jahren und ich kann allen versichern, meine Verdauung macht ihre Arbeit immer noch sehr gut!
Der Energieaufwand bei der Produktion von Recyclingpapier ist deutlich geringer (nur ca. ein Drittel) als bei der Herstellung von neuem Papier aus Holz (Frischfaserpapier), der Verbrauch an Wasser beträgt nur 15 %, die Gewässerbelastung beträgt nur etwa 5 %. Damit leistet das Papierrecycling einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
Schlüsselprozess beim Papierrecycling für grafische Papiere ist das Deinking, die Entfernung der Druckfarbe aus dem Altpapier. Undeinkte Recyclingpapiere haben so gut wie keine Bedeutung auf dem Markt.
Probleme beim Papierrecycling zu hellen Papieren bereiten Druckfarben, die im gängigen Verfahren nicht entfernt werden können, wie die beim Flexodruck oder auch für neue digitale Druckverfahren verwendeten Farben. Während Trockentoner in der Regel ähnlich leicht wie herkömmliche Offsetdruckfarben aus dem Altpapier entfernt werden können, stören Inkjet-Tinten und Flüssigtoner die Wiederverwertung erheblich. Dies gilt weniger für einzelne Druckseiten, die zuhause oder im Büro erstellt werden, als für Massendrucksachen (Werbesendungen) oder digital gedruckte Zeitungen.
Altpapier wird heute für die Herstellung von Zeitungspapier, Büropapieren (Kopierpapier), Hygienepapieren (Toilettenpapier) und von Kartonagen eingesetzt. Zeitungspapier und viele Kartons bestehen nahezu ausschließlich aus Altpapier. Die Vergrauung der Papiere wird durch weiße Füllstoffe (Calciumcarbonat, Kaolin) und/oder durch zusätzliches Streichen der Papieroberfläche mit weißen Streichfarben verringert.
Klingt doch mal gar nicht schlecht… ausser dieses Calciumcarbonat, Kaolin? Wat dat denn?
Calciumcarbonat ist eine der am weitesten verbreiteten Verbindungen auf der Erde, vor allem in Form von Sedimentgesteinen. Calciumcarbonat tritt vor allem in der Form der Minerale Calcit und Aragonit auf. Eine weitere Modifikation des CaCO3 ist das Mineral Vaterit, welches besonders aus übersättigten Lösungen in Form mikroskopisch kleiner Kristalle ausfällt.
Calciumcarbonat ist ein Hauptbestandteil in Marmor, Kalkstein und Dolomit, es kommt in Knochen und Zähnen sowie im Außenskelett der Krebstiere, Korallen, Muscheln, Schnecken und Einzeller vor. Die ersten Kalkgesteine nennenswerten Ausmaßes entstanden durch Stromatolithe vor über zwei Milliarden Jahren.
Spannend, geht doch!
Kaolin, auch als Porzellanerde, Porzellanton, weiße Tonerde, Aluminiumsilikat oder in der Apotheke als Bolus Alba oder Pfeifenerde bezeichnet, ist ein feines, eisenfreies, weißes Gestein, das als Hauptbestandteil Kaolinit, ein Verwitterungsprodukt des Feldspats, enthält. Weitere Bestandteile sind verschiedene andere Tonminerale und unzersetzte Feldspatteilchen.
Kaolin wird hauptsächlich bei der Papierherstellung und Porzellanbereitung verwendet. Daneben wird Bolus Alba unter anderem als Bestandteil mancher Pudergrundlagen verwendet und auch Lebensmitteln zugesetzt. (Siehe Verwendung
Aha, an meinen Hintern lasse ich von jetzt an nur noch Calciumcarbonat und Kaolin!
So genug über Klo Papier gestänkert. Was ist eigentlich mit feuchtem Klo Papier? Wie viel Chemie und Bäume hat es denn da drin?
Aufgrund einer gerichtlichen Auseinandersetzung fehlt in unserem Test feuchtes Toilettenpapier im ÖKO-TEST-Magazin 6/2006 das Produkt AS Feuchtes Toilettenpapier Premium Kamille, das bei der Drogeriemarktkette Schlecker vertrieben wird. Der Hersteller des Papiers, die FHW Feucht Hygiene Werk GmbH, wollte uns per einstweiliger Verfügung unter anderem verbieten lassen, “den Formaldehydgehalt des Produkts A & S Feuchtes Toilettenpapier Premium Kamille als Kriterium für eine Abwertung des Produkts im Rahmen der Gesamtbeurteilung zu berücksichtigen”. Doch da spielte das Landgericht Hamburg nicht mit und wies den Antrag auf Erlass der einstweiligen Verfügung zurück.
Das Produkt, das neben Formaldehyd/-abspaltern auch noch bedenkliches Diethylphthalat sowie Parfüm enthält, hätte sich nach den Testkriterien in der Juniausgabe eingereiht in die 16 weiteren “ungenügenden” Produkte.
Ui, und das alles an meinem zarten Hintern? Mal ehrlich. Brauch ich das überhaupt? Billige Alternative und ohne Chemie: Macht doch das Klo Papier einfach mit ein bisschen Wasser nass! Reinigt auch! Und man leistet nicht nur einen grandiosen Beitrag zur Umwelt, sondern man ist auch erholsam zu seinem Hintern!
Und, da ich gerade beim memorieren bin (siehe unten):
memorieren
memorieren , veraltend für: 1) sich fest ins Gedächtnis einprägen, auswendig lernen; 2) wieder ins Gedächtnis rufen.
Wenn es denn nach dem “Stuhlgang” ein bisschen stärker bis “igittigitt” riechen sollte, tut es auch ein Streichholz, dass man anzündet! Das Schwefel in den Hölzern vertreibt so ziemlich alles! Sogar die Chemie aus den Plastic Spritzkästen, angefüllt mit Chemischen Düften, damit wir auf der Toilette nicht nur von unten sondern auch von oben vollkommen “eingechemote”t werden!
So denn: Ich wünsche einen andregenden Aufenthalt auf dem Klo! PS: Lasst doch mal einen Block und etwas zum schreiben auf dem Klo, damit könnt Ihr eure Grandiosen Ideen niederschreiben und für die Nachwelt aufbewahren! Ihr werdet sehen: Macht Spass und ist Lustig!
In diesem Sinne: Viel Spass an der Sonne!
by Willow