Herbstzeit
13 10 2011Wie ruhig sich diese Tage im Herbst anfühlen.
Der Nebel bleibt als Gast auch durch den Tag.
Wie Geistererscheinungen schwebt er über die Erde und macht die Welt klein.
Die Wege im Wald liegen voller Blätter, die raschelnd unter meinen Schritten sich bewegen.
Auch der Weg, der im Sommer noch lang und weithin sichtbar war, ist nun klein geworden.
Die Bäume an deren Äste die Spinnweben hängen, stehen still da und warten auf die Ruhe des Winters.
Der feuchte Tau hängt an den Netzen die die Spinnen so kunstvoll gefertigt haben.
Wie Edelsteine blizten die Tropfen im kurzen Licht der Sonne auf.
Meine Schritte sind müder geworden.
Nicht mehr mit Tatendrang und Neugierde laufe ich durch die Wälder,
Nein, mit ruhigen festen Schritt, gehe ich langsahm durch diese Märchenwelt.
Lausche den Tieren, die verborgen im Nebel nach den letzten Mahlzeiten suchen.
Spühre die Kühle und die Feuchtigkeit in meinem Gesicht.
Sehe zu, wie der Atem in kleinen Wölkchen meinen Mund verlässt.
Ich berühre das feuchte Moos, rieche die Pilze, erblicke die Farbenpracht der Blätter.
Herbstzeit, wie herrlich zeigst du uns unsere eigene Vergänglichkeit auf.
Bald schon kommt der Winter, der uns friedlich schlafen lässt
By Willow





