Reise nach Glastonbury 27.10. – 05.11.2008

1 03 2009

Am 27.10. um 02:30 Uhr war die Nacht vorbei und wir mussten aufstehen um uns bereit zu machen für die Reise nach Avalon (Glastonbury). Nachdem das Auto gepackt war, ging es um 03:30 Uhr Richtung Kölliken wo wir uns mit Willow und Rob trafen.
Die Fahrt führte uns über Frankreich bis nach Calais und dann mit der Fähre nach Dover, England. Es war ein ergreifender Blick, als die weissen Klippen von Dover vor uns auftauchten. In Dover angekommen ging die Fahrt weiter nach Glastonbury, auf das wir uns sehr freuten. Leider kamen wir auf der Autobahn in einen riesigen Stau (ca. 20km) so dass wir ca. 2 ½  Std. Verspätung hatten. Endlich im Hotel, im George and Pilgrims, angekommen und nach dem Einchecken, wollten wir nur noch eines: Etwas essen und dann ab ins Bett.

Am nächsten Tag trafen wir uns um 08:00 Uhr (immer noch müde) zum Frühstück und beredeten, was wir den Tag durch machten. Shoppingtour war angesagt und ein Treffen mit Jamie von StarChild, wo wir noch Waren für unseren Shop bestellt hatten. Also ging es um ca. 09:45 Uhr los und der erste Weg führte uns zu StarChild. Es wurde mir gesagt, dass Jamie in etwa 10 Min. in den Laden kommen würde. Als er dann kam, war die Freude natürlich gross, gefolgt mit einer herzlichen Begrüssung. Wir beredeten noch einige Details der Bestellung. Jamie musste dann anschliessend in die Produktion und wir in jeden Hexenladen an der High Street. So verabschiedeten wir uns und machten auf den Freitag den 31.10. (Samhain) ab um zu schauen ob bei der Bestellung alles in Ordnung ist.
Jetzt ging es los all die Läden abzuklappern und unsere Einkäufe zu machen. Ich organisierte noch die Sachen für Christine meine Frau, die leider zuhause bleiben musste. Ihre Sachen habe ich sehr schnell gefunden, da ich ja eine Liste hatte mit ihren Wünschen. 
Zwischendurch mussten wir eine Pause einlegen um etwas zu essen. Wir wollten dann noch in den Goddess Temple, doch leider hatten sie dort gerade ein Healing und wir konnten erst am nächsten Tag hingehen. Am Nachmittag trafen wir noch einmal kurz Jamie, der Waren in seinen Laden brachte. Der erste Tag ging vorüber wie im Flug. Gegen Abend zogen wir uns für ca. ½ Std. auf unsere Zimmer zurück und trafen uns dann um 19:00 Uhr zum Abendessen. Wir gingen zum Italiener namens Gigis und ich zog mir eine fade Pizza rein. Hunger hatte ich sowieso keinen grossen. Nach dem Essen gingen Marcel und noch an die Bar vom Hotel und tranken noch ein bis zwei Bier und gingen dann auch schlafen. Willow und Rob haben sich vorher schon verabschiedet.

Am Mittwoch nach dem Morgenessen machten wir uns auf den Weg zur Chalice Well, ein wundervoller Ort der Besinnung und der Ruhe. Nach dem Rundgang und dem Besuch im Shop gingen wir ins Rural Life Museum ins Tea – Room uns aufwärmen und machten dann noch eine Besichtigung vom Museum. Nach der Museums-Tour ging es wieder Richtung Chalice Well, an der Quelle vorbei zum Glastonbury Tor. Wir genossen die wunderbare Aussicht und die Energie von diesem magischen Ort und nutzten die Zeit für eine kurze Meditation. Nach einer Weile machten wir uns dann wieder an den Abstieg und spazierten zurück an die High Street wo wir noch den Goddess Temple besuchten. Im Hotel angekommen ruhten wir uns auf den Zimmern noch ein wenig aus. Den Abend liessen wir bei einem Abendessen und einem Bier an der Bar ausklingen.
(Am Abend erfuhr ich von Christine am Telefon, dass es in der Schweiz schneit und alles schon ganz weiss sei. Zum ganzen Schnee hat sich die Ärmste noch eine handfeste Grippe eingefangen, die sehr hartnäckig war, wie sich noch herausstellte.)

Am Donnerstag machte Rob sich auf den Weg in ein Fliegermuseum. Willow, Marcel und ich besuchten die Glastonbury Abbey und deren Shop. Schlenderten noch durch ein paar Läden und am Nachmittag ging Willow auf ihr Zimmer weil sie so müde war. Marcel und ich machten noch ein paar Einkäufe und gingen dann auch aufs Zimmer uns ausruhen.
Rob kam gegen Abend wieder ins Hotel und wir gingen dann gemeinsam zum Essen.

Der Freitag war der Tag auf den wir uns besonders gefreut hatten. Es war Samhain und in der  Chalice Well wurde am Abend ein Ritual gefeiert. Die Eintrittskarten hatten wir natürlich schon im Voraus besorgt. Doch zuerst gingen wir am Morgen in die Produktion von StarChild. Als wir dort ankamen, waren natürlich alle Türen verschlossen und wir begaben uns zum Shop. Dort sagte man uns, Jamie sei in der Produktion *grins* also wieder dort hin. Natürlich Türen zu. Ich klopfte an ein Fenster und Pete, der für die Kerzen und Skulpturen zuständig ist machte auf und so kamen wir denn endlich zu Jamie. Wir tranken Kaffee und Tee, gingen die Bestellung noch einmal durch. Jamie musste dann schon bald wieder in seinen Shop und auf dem Weg nach draussen zeigte er mir noch sein neues Büro und den neuen Eingang an dem es sogar eine Glocke gibt. 
Den Nachmittag verbrachten wir mit Bummeln und Faulenzen, denn am Abend war ja die Samhain Zeremonie angesagt.
Um etwa 19:30Uhr machten wir uns auf den Weg zur Chalice Well wo das Ritual stattfand.
Dort angekommen hatte es schon sehr viel Leute. Raven’s Tales erzählten den Kindern Geschichten und nebenan wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Wir trafen Nick vom Goddess Temple und wechselten ein paar Worte und spazierten noch ein wenig durch den Garten, der wunderschön mit Kerzen, Laternen und Fackeln geschmückt war. Um ca. 21:00 Uhr fing die Samhain Zeremonie an. Es wurden die Elemente begrüsst und eingeladen. Michael Dacre von Raven’s Tales erzählte eine Geschichte und zwischendurch wurde gesungen. Jetzt wurden wir aufgefordert durch einen langen Gang zu laufen, der sich quer durch den Ritualplatz zog, um am Ende einen Stein zu deponieren, den man von zuhause mitgebracht hatte mit einem Wunsch. Jeder erhielt einen Stein aus der Chalice Well für sich beim Verlassen des Ritualplatzes.
Nachdem wir die Elemente verabschiedet hatten ging ein wunderschönes Samhain Ritual zu Ende. Langsam und etwas müde machten wir uns auf den Weg Richtung George and Pilgrims um uns wieder aufzuwärmen. Bei einem Rum liessen wir den Abend nochmals Revue passieren und begaben uns dann zur Ruhe.

Der Samstag startete wie üblich mit einem opulenten Frühstück. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Tintagel, Cornwall. Nach zwei Stunden Fahrt hatten wir das Ziel endlich erreicht. Nach einem kurzen Spaziergang einen steilen Weg hinunter erreichten wir die Küste. Es war sehr windig und die Wellen peitschten an die Felsen. Wir stiegen eine steile Treppe zum Strand hinunter und besuchten Merlins Höhle. Es war ein imposanter Anblick. Leider reichte die Zeit nicht mehr um die Ruinen zu besuchen. So machten wir  noch einen Abstecher in den Shop und fuhren dann mit dem Auto, es war eines von der Coastguard, für 1 Pfund pro Person wieder zum Städtchen hoch.
Jetzt kam die Zeit von Rob. An diesem Ort hat es ein Spielzeugmuseum. Das war Schlaraffenland pur für ihn. Wir besuchten noch den einen oder anderen Laden und unterhielten uns mit den Leuten dort. So gegen fünf Uhr machten wir uns dann wieder  auf den  Rückweg nach Glastonbury. Wir assen zu Abend und gingen noch kurz an die Bar einen Schlummertrunk nehmen.

Am Sonntag ging Rob auf eine nostalgische Bahnfahrt von Taunton nach Minehead und zurück. Als er am Abend wieder bei uns eintraf, glänzten seine Augen wie bei einem Kind an Weihnachten. So geglänzt hatten sie schon als er im Fliegermuseum war. Wir in Glastonbury Zurückgebliebenen begaben uns noch mal zur Chalice Well um die Ruhe zu geniessen und um zu meditieren.
Am Abend war die Eröffnung der neuen Goddess Hall. Wir trafen uns alle beim Goddess Temple, wo wir die Kerzen anzündeten, die wir mitgebracht hatten und alle versammelten Leute begaben sich mit brennenden Kerzen und singend die High Street via Market Place in die Benedict Street, wo sich die neue Goddess Hall befand. Bei Eingang wurde feierlich ein Band mit der Schere durchtrennt. Nun konnten wir die Halle betreten und unsere Kerzen beim Altar deponieren. Jetzt fing  die eigentliche  Zeremonie an. Es wurden alle Elemente mit den dazu gehörenden Göttinnen und der Lady of Avalon eingeladen und deren Segen erbeten.
Eine Gruppe führte einen Tanz auf, bei der die Lady of Avalon die Göttinnen jedes Jahresfests erweckte. Am eindrücklichsten war die Erweckung der Ceridwen. Die Lady of Avalon rief zuerst ganz leise ihren Namen und dann immer lauter. Ceridwen fing an sich zu bewegen und zu tanzen und die Anrufung wurde immer lauter, bis sie in einem markerschütternden Schrei endete. Ceridwens Gesicht war in weiss und schwarz geschminkt, so dass ihr Alter richtig zum Vorschein kam, mit wilden Haaren, in denen Knochen eingeflochten waren. Im Anschluss nachten wir noch ein paar Kreistänze und sangen Lieder. Die Energie, die bei diesem Ritual freigesetzt wurde war enorm. Nachdem wir die Elemente wieder verabschiedet hatten, wurde noch weiter gefeiert mit Sekt und kleinen Süssigkeiten. Gegen zehn Uhr machten wir uns, energiegeladen, wieder auf  den Weg ins Hotel. So ging ein unvergesslicher Tag zu Ende.

Der Montag sollte wieder einer Reise dienen. Wir fuhren mit dem Auto Richtung Avebury um die druidischen Steinkreise zu besichtigen. Auf dem Weg dahin machten wir einen riesigen Umweg, weil das Navigationsgerät nicht den kürzesten Weg, sondern den längsten Weg nahm. Was soll’s. So sieht man wenigsten etwas von der Gegend. Bei den Steinkreisen angekommen machten wir erst einen Halt im Red Lion. Das einzige Restaurant im Ort. Dass es das einzige war merkten wir bald. Alles hier auf zu schreiben würde den Rahmen sprengen. Nur so viel vorweg. Es war unter aller Sau. Habe ein Bild von dem Servierbrett gemacht und das spricht Bände. So wie das Servierbrett, sah auch der Rest des Restaurants aus. Wenn Ihr jemals dorthin geht, meidet dieses Restaurant wenn Ihr wieder gesund nach Hause kommen wollt.
Jetzt aber wieder zu den Steinkreisen. Es war imposant die Steine so stehend und von der Nähe aus zu sehen. Nach diesem Rundgang gingen wir wieder Richtung Glastonbury. Aber nicht ohne vorher noch einen Abstecher nach Stonehenge zu machen. Diese uralte Steinkreis-Anlage mit ihrer Energie ist einfach überwältigend. Immer wieder sieht man etwas Neues. Auch hier war es sehr windig. Doch bei einem solchen Anblick stört es einen nicht.
Schwermütig machten wir uns wieder auf den Weg ins Hotel. Schwermütig, weil wir wussten das morgen der letzte Tag in Glastonbury sein wird und wir uns von allem was uns lieb ist verabschieden müssen.

Der Dienstag war unser letzter Tag in Glastonbury. Wir gingen gegen Mittag zu Jamie von StarChild um unsere Bestellung abzuholen. Nach dem wir das Geschäftliche erledigt hatten, zeigte er Willow, Rob und Marcel noch die Produktion. Es werden immer noch alle Räucherungen von Hand hergestellt und verpackt. Auch die Kerzen und Skulpturen sind reine Handarbeit. Nach einer langen und herzlichen Verabschiedung machten wir uns mit den Waren für unseren Laden auf den Weg zum Hotel. Alles war verstaut auf dem Zimmer und so schlenderten wir noch ein letztes Mal durch die High Street und stöberten noch in den wunderschönen Läden. Mein letzter Besuch im Goddess Temple war natürlich Pflicht. Gegen Abend verzogen sich Willow und Rob auf ihr Zimmer um ein wenig zu relaxen. Denn Willow hatte sich eine handfeste Erkältung eingehandelt, an der sie noch etliche Tage zu beissen hatte. Marcel und ich machten uns mit Räucherwerk auf den Weg zum Tor. Um ein letztes Mal die Energien zu spüren und eine Räucherung zu machen.
Um diese Zeit hat es auch nicht mehr so viele Leute auf dem Tor und man kann wunderbar meditieren. Der Abend gestaltete sich wie üblich mit einem feinen Essen und einem Besuch an der Bar. Vor dem zu Bett gehen war noch packen angesagt, weil wir am morgen frühzeitig aufbrechen mussten.

Mittwoch die Zeit des Abschieds. Um 9:30 Uhr, nach dem alles im Auto verstaut war, machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Dover und von dort Richtung Heimat.
Aber nicht ohne noch in einen Stau zu gelangen. Kurz vor Dover war die Autobahn gesperrt und wir mussten einer Umleitung folgen. Doch die Fähre nach Calais haben wir pünktlich erreicht. Gegen 02:30 Uhr am Donnerstag kamen wir erledigt in Boniswil an, wo es natürlich viel zu erzählen gab.
Es war eine wundervolle Zeit in Avalon und wir freuen uns jetzt schon wenn wir wieder dorthin gehen.







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